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Tagesbericht vom 10. Juli        ««  zurück

In den Berichten von gestern hatte sich Ralph ausführlich zu seinen Ess- und Trinkgewohnheiten geäußert. Im Bericht, den wir heute von ihm bekommen haben, erklärt er, dass er das Wichtigste in seiner Aufzählung noch vergessen habe. Und das sei das Aufputschpulver Universal Nutrition Creaplex. Mit etwas Wasser zubereitet scheint das ein Muntermacher vom Feinsten zu sein. Nach Ralphs Worten erinnert das schon an eine Droge. Wenn man das nimmt und ziemlich in den Seilen hängt, ist man gleich wieder hellwach und könnte Bäume ausreißen.

 

Seinem Bericht ist auch zu entnehmen, dass sich der Wind völlig gelegt hat. Er ist von Stärke 3 auf 2 abgeflaut und am Ende ganz eingeschlafen. Ralph hat auch mit Peter Sharp in Rabaul über die Schlepptour gesprochen, die wahrscheinlich Sonntagnacht stattfinden wird, sodass er am Montag endlich wieder festen Boden betreten kann. Und das wird er natürlich mit den beiden aufgefischten Slippern tun, von denen wir zum Glück ein Foto erhalten haben.

Zum Ende seines Berichtes (Teil 2) gibt Ralph überdeutlich zu verstehen, dass er sich ganz besonders über den Fund der drei Packungen Mousse au Chocolat gefreut hat und nach langer Zeit mal wieder etwas Süßes zu essen hatte. Wochenlang vier doppelte Nudelgerichte am Tag kann man natürlich irgendwann auch nicht mehr sehen.





Informationen aus dem Basiscamp: Ralph wird wahrscheinlich am Sonntag vor der Einfahrt zum St. Georgskanal (siehe roten Kreis in der Abbildung unten) aufgegriffen werden. Das geschieht mit Hilfe eines der Boote von Peter Sharp, das von Rabaul aufbricht (die grüne Linie bezeichnet die Route der dortigen Fährverbindung. Wir hatten schon mit dem Gedanken gespielt, Ralph von dieser Fähre aufsammeln zu lassen, aber das war doch nicht realistisch).

Es ist zu erwarten, dass Peter mit Ralph im Schlepptau am Montag in Rabaul einlaufen wird. Wir stehen mit dem dortigen Zoll in Verbindung, wobei uns auch Peter behilflich ist, denn die Zollformalitäten sind immer mühsam abzuwickeln, vor allem bei diesem Projekt, wobei die Zeeman Challenger mit allem Drum und Dran ein paar Tage später auch wieder zum Transport in die Niederlande gegeben wird. Außerdem stehen wir mit dem niederländischen Konsul auf Papua-Neuguinea in Verbindung, der ebenfalls seinen Beitrag dazu leistet, dass alles so reibungslos wie möglich von der Bühne geht. Wir haben jeden Tag Kontakt zu Ralph. Er sitzt schon auf heißen Kohlen, weiß, was er zu tun hat und freut sich schon riesig auf sein erstes gekühltes Bier auf dem Festland. Allerdings hat er auch erhebliche körperliche Beschwerden. Ganz gut, dass sich die Tour ihrem Ende nähert!






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